Noah Rieder zeigte im Weltcup der Mitteldistanz in Ungarn einen kämpferischen Auftritt und verpasste als Vierter das Podest nur knapp. Insgesamt überzeugte insbesondere das Schweizer Herrenteam mit einer klaren Leistungssteigerung gegenüber dem gestrigen Sprint.

Das Schweizer Herrenteam präsentierte sich deutlich verbessert und in guter Form gegenüber dem gestrigen Sprint. Besonders Noah Rieder überzeugte mit einem engagierten und kämpferischen Auftritt. Nach einem Fehler im Mittelteil fiel er zwischenzeitlich zwar bis auf Rang neun zurück, liess sich davon jedoch nicht beirren. Mit einer der schnellsten Zeiten im Schlussabschnitt kämpfte er sich eindrucksvoll wieder nach vorne und verpasste als Vierter das Podest nur knapp.

Einen ähnlichen Rennverlauf zeigte Adrian Jäggi. Auch er verlor bis zur zweiten Zwischenzeit wertvolle Zeit, konnte im Finale jedoch nicht in gleicher Manier zulegen wie Rieder. Dennoch resultierte mit Rang acht ein starkes Top-Ten Ergebnis.

Für eine sehr erfreuliche Steigerung sorgte auch Silas Hotz. Nach dem für ihn doch leicht enttäuschenden 26. Rang im Sprint fand er heute deutlich besser ins Rennen. Wie seine Teamkollegen büsste er im Mittelteil Zeit ein, zeigte aber ebenfalls einen soliden Schlussabschnitt und belegte am Ende Rang 13, ein Resultat, auf welchem sich aufbauen lässt.

Mit Rang 21 verpasste Flurin Schnyder heute zwar die Top-20. Allerdings hätte sein Resultat heute tatsächlich für eine Bronzemedaille bei der U23-WM gereicht, hätte die Mitteldistanz denn auch zur WM gezählt (wie anfänglich versehentlich gemeldet, Entschuldigung für dieses Missgeschick). Eine nächste Chance bietet sich Schnyder aber definitiv morgen an der Langdistanz. Dort hängen aber die Trauben für den obersten Platz hoch: An der Spitze der U23-Fahrer dominierte wie auch im Sprint erneut Hannes Hnilica. Der Österreicher, welcher wie gestern auch bei der Elite den zweiten Rang erreichte, unterstrich damit seine Ausnahmestellung bei der U23.

Bei den Damen war Celine Wellenreiter heute erneut die beste Schweizerin. Lange hielt sie Kontakt zur Spitze und lag vor dem Schlussabschnitt nur 35 Sekunden hinter Rang vier. Im Gegensatz zu ihren direkten Konkurrentinnen verlor sie im Schlussteil jedoch etwas zu viel Zeit und fiel auf den dennoch starken siebten Platz zurück.

Jana Lüscher Alemany gelang nach der Enttäuschung im Sprint eine klare Steigerung. Ging sie gestern noch wie die Feuerwehr los und lag vor ihren entscheidenden Fehlern zu Posten 5 und 6 noch ganz mit an der Spitze, steigerte sie sich heute nach verhaltenem Start kontinuierlich und belegte am Ende Rang 14. Ursina Jäggi hingegen dürfte mit ihrem 24. Rang nicht ganz zufrieden sein: Nach solidem Beginn und Rang neun bei der ersten Zwischenzeit verlor sie im weiteren Rennverlauf an Boden und konnte sich in der Folge nicht mehr entscheidend nach vorne arbeiten.

Mit der Langdistanz geht die U23-WM sowie die Weltcuprunde morgen zu Ende. Gelingt der Schweizer Delegation erneut eine solche Leistungssteigerung, darf man dem Abschlussrennen mit berechtigter Spannung entgegenblicken.

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(Text: Thomas Bossi)