Heute, Freitag 23.01.2026, wurde in Batak, Bulgarien die erste Weltcuprunde mit einem Sprint eröffnet. Die aufgrund Schneemangels verschobenen Wettkämpfe fanden nun in einer hügeligen grösstenteils unbewaldeten Landschaft statt und fordern die Athleten und Athletinnen mit steilen Scooterspuren heraus.

SkiOL WC Bulgairen Nicola Müller
Nicola Müller läuft auf den zweiten Platz.

SkiOL WC Bulgairen Herren
Im Ziel wird diskutiert...


SkiOL WC Bulgairen DeliaGiezendanner
Delia Giezendanner läuft auf den 5. Platz.

Kein Problem für Nicola Müller, der mit bloss 22 Sekunden Rückstand auf Jorgen Baklid (Norwegen) zweiter wurde. Müller absolviert die 4.5 km mit 150 Höhenmeter und 11 Posten in 18:25 und präsentiert sich damit in herausragender Form. «Ich bin sehr zufrieden. Aufgrund der Herausforderungen bei der Anreise mit dem verspäteten Flug hatte ich etwas Angst, dass ich physisch nicht bereit bin, aber ich habe mich gut gefühlt», berichtet Müller.

Corsin Boos, als zweitbester Schweizer, läuft auf Platz 18. Als «technisch sauberes, in den Steigungen physisch anstrengendes Rennen», beschreibt Boos seinen gelungenen Saisonauftakt und hofft seine physische Form im Hinblick auf die kommenden Wettkämpfe noch verbessern zu können. Fünf Sekunden dahinter platziert sich Corsin Müller auf dem 19 Rang. Er zeigt sich zufrieden über einen bis auf den Schluss technisch fehlerfreien Lauf mit gelungenen Routenwahlen, der physisch aufgrund der Steigungen herausfordernd war.

Vier Schweizer Herren drängen sich mit nur 13 Sekunden Unterschied zuenaner auf die Platze 22 bis 25. Es sind Andri Jordi, Gian Andri Müller, Gion Schnyder und Daniel Grätzer. Gian Andri Müller läuft ein technisch sauberes Rennen und fühlte sich dabei auch physisch gut aufgestellt. Seine Analyse zeigt, dass zu Beginn des Rennens wohl ein höheres Tempo drin gelegen wäre, wie er es in der zweiten Rennhälfte umsetzen konnte. Daniel Grätzer zeigt sich erfreut über ein kontrolliertes, gelungenes Rennen und die ersten ergatterten Weltcuppunkte. Andrin Bieri lauft auf den 44 Platz.

Erfreulicherweise zeigt sich das Feld der Damen im heutigen Sprint enger als das der Herren, was äusserst selten der Fall ist. «It's interesting to see that today girls had a tougher competitions then men. Very small gaps!” freut sich Tatiana Kalenderoglu, neu wiederernannte Vorsitzende der IOF Ski-OL Kommission.

Bei den Damen überzeugen besonders Delia Giezendanner und Eliane Deininger mit einem fünften bzw. siebten Platz. Giezendanner absolvierte die 3.7km mit 135hm und 10 Posten in 20:11 mit einem Rückstand von nur 34 Sekunden auf die Siegerin und U23 Weltmeisterin aus Finnland Amanda Yli Futka.

Bis auf drei nicht optimale Routen und einen Tiefschneesturz zeigt Giezendanner ein fehlerfreies, starkes Rennen. Besonders vor dem Hintergrund langwieriger Verletzungsprobleme ist dies eine grosse Erleichterung. «Ich bin technisch sehr zufrieden und habe mich auch gut gefühlt. Wenn mir vor 6 Wochen jemand gesagt hätte dass ich hier im Weltcup fünfte werde, hätte ich es wohl nicht geglaubt. Ich bin sehr glücklich!», fasst Giezendanner zusammen.

Die im Ziel siebtplatzierte Eliane Deininger lag gemäss Zwischenzeiten spät im Lauf noch auf Tuchfühlung mit dem Podest. «Ich hatte bei der letzten Abfahrt eine etwas langsamere Läuferin vor mir, die ich nicht richtig überholen konnte. Als ich es versucht habe, kam mir plötzlich ein Mann entgegen, und ich bin kopfüber in den Tiefschnee gestürzt. Dadurch war mein Kartengestell voller Schnee, und das Kartenlesen erschwert. So habe ich eine Abzweigung verpasst, was mich ziemlich viel Zeit gekostet hat», erzählt Deininger.

Flurina Müller läuft mit einem relativ guten Gefühl und sauberen Rennen auf den 17. Platz, stellt bei der nachgängigen Analyse jedoch einige optimierbare Routenwahlen fest. Sie zeigt sich aber zufrieden über ihren Lauf.

Elin Neuenschwander läuft auf den 30. Platz im Weltcup und sichert sich damit ein Top10 Ergebnis in der U23 Weltmeisterschaftswertung.

Link Resultate Sprint

Link Liveresults Mitteldistanz (Ab 10 Uhr Samstag)

 

Text: Lea Widmer      Bilder: Andrin Bieri