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Immer grössere Massstäbe – brauchen wir das wirklich?
- Brian Odermatt
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4 Wochen 2 Tage her #3482
von Brian Odermatt
An der LOM war die von Martin erwähnte Routenwahl bei H50 über 30cm lang. Ich denke nicht, dass in diesem Fall der Übersichtlichkeit gedient ist. Trotzdem habe ich von vielen Teilnehmern aus Seniorenkategorien die Rückmeldung erhalten, dass sie die langen Routenwahlen geschätzt hätten.
Gefühlt werden die Symbole mit jeder neuen Version der Kartennorm noch kleiner, was den Druck auf grössere Massstäbe noch weiter erhöht. Die Karten werden immer detaillierter, was insbesondere bei Vegetationsdetails dazu führt, dass eine mit viel Aufwand aufgenommene Karte bereits nach ein, zwei Jahren praktisch unbrauchbar ist. Das Generalisieren wird mehr und mehr zur vergessenen Kunst - aber eben dieses macht eine Karte lesbar und auch im vollen Lauftempo interpretierbar. Und wenn einfach nur mehr Details drauf sind bringt letztlich auch der grössere Massstab nichts mehr...
Gefühlt werden die Symbole mit jeder neuen Version der Kartennorm noch kleiner, was den Druck auf grössere Massstäbe noch weiter erhöht. Die Karten werden immer detaillierter, was insbesondere bei Vegetationsdetails dazu führt, dass eine mit viel Aufwand aufgenommene Karte bereits nach ein, zwei Jahren praktisch unbrauchbar ist. Das Generalisieren wird mehr und mehr zur vergessenen Kunst - aber eben dieses macht eine Karte lesbar und auch im vollen Lauftempo interpretierbar. Und wenn einfach nur mehr Details drauf sind bringt letztlich auch der grössere Massstab nichts mehr...
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- Martin Lerjen (FG Karten)
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4 Wochen 2 Tage her - 4 Wochen 2 Tage her #3481
von Martin Lerjen (FG Karten)
Als Beitrag zur Diskussion die Livelox Screenshots der H45 und H50 Bahn vom 2.Nationalen 2026 im Forst...
Wenn eine vergrösserte Karte mit einem kleineren Kartenausschnitt einher geht, dann bedeutet das v.a. für Bahnen mit ähnlicher Bahnlänge schon einen kräftigen Qualitätsverlust....
(Ich bin habe mich darum an der LOM H45 angemeldet. Dort hatten H45 und H50 schliesslich dieselbe Bahn, die übergrosse 1:7500 der H50 war richtig schlecht v.a. für die langen Routenwahlen; vergrösserte Karten sind unübersichtlich und geben Unterschiede in der Steilheit des Geländes deutlich schlechter wieder; man kann Karten nicht beliebig vergrössern, sondern müsste separate 1:7.5K Karten mit ca. 4 m Äquidistanz aufnehmen)
Wenn eine vergrösserte Karte mit einem kleineren Kartenausschnitt einher geht, dann bedeutet das v.a. für Bahnen mit ähnlicher Bahnlänge schon einen kräftigen Qualitätsverlust....
(Ich bin habe mich darum an der LOM H45 angemeldet. Dort hatten H45 und H50 schliesslich dieselbe Bahn, die übergrosse 1:7500 der H50 war richtig schlecht v.a. für die langen Routenwahlen; vergrösserte Karten sind unübersichtlich und geben Unterschiede in der Steilheit des Geländes deutlich schlechter wieder; man kann Karten nicht beliebig vergrössern, sondern müsste separate 1:7.5K Karten mit ca. 4 m Äquidistanz aufnehmen)
Letzte Änderung: 1 Monat 21 Stunden her von Martin Lerjen (FG Karten). Begründung: attachments doppelt eingesetzt.
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- Meieli Sieber
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1 Monat 3 Tage her - 1 Monat 3 Tage her #3476
von Meieli Sieber
Immer grössere Massstäbe – brauchen wir das wirklich? wurde erstellt von Meieli Sieber
Hallo zusammen
Seit einiger Zeit unterstützt der Gönnerclub Kartenvergrösserungen für die SeniorInnen-Kategorien finanziell. Die Absicht ist verständlich, aber ich möchte auf die Kehrseite hinweisen und die Frage stellen, ob diese Vergrösserungen wirklich nötig sind.
Ein Blick zurück: Anfang der 70er-Jahre waren in der Schweiz Karten im Massstab 1:16'667 oder 1:20'000 üblich. Heute halten wir im Wald teilweise Karten im Massstab 1:5'000 in der Hand (zB Saggberg 2026). Von Kartenaufnehmer-Seite heisst es jeweils, ein grösserer Massstab bedeute nicht mehr Details. Beim Laufen habe ich allerdings oft einen anderen Eindruck: Wo mehr Platz auf der Karte ist, scheint er über die Jahre auch gefüllt zu werden. Die Karten werden immer detailreicher – ob sie dadurch auch genauer werden, wage ich zu bezweifeln.
Wenn ich zwar zum Zeitungslesen eine Brille brauche, nicht aber am OL, frage ich mich etwas.
Eine gute Lesebrille, und/oder Lupe am Kompass, löst das Problem der kleinen Massstäbe auch (bei nicht überladenen Karten).
Der Mehraufwand für die Veranstalter: Was bei der Diskussion um grössere Massstäbe oft vergessen geht, ist der zusätzliche Aufwand, der bei den Veranstaltern anfällt:
Die Mittel des Gönnerclubs könnten anderswo – zum Beispiel direkt bei den Veranstaltern oder in der Nachwuchsförderung – vermutlich mehr bewirken.
Liebe Grüsse
Meieli Sieber, OLG Wislig
Seit einiger Zeit unterstützt der Gönnerclub Kartenvergrösserungen für die SeniorInnen-Kategorien finanziell. Die Absicht ist verständlich, aber ich möchte auf die Kehrseite hinweisen und die Frage stellen, ob diese Vergrösserungen wirklich nötig sind.
Ein Blick zurück: Anfang der 70er-Jahre waren in der Schweiz Karten im Massstab 1:16'667 oder 1:20'000 üblich. Heute halten wir im Wald teilweise Karten im Massstab 1:5'000 in der Hand (zB Saggberg 2026). Von Kartenaufnehmer-Seite heisst es jeweils, ein grösserer Massstab bedeute nicht mehr Details. Beim Laufen habe ich allerdings oft einen anderen Eindruck: Wo mehr Platz auf der Karte ist, scheint er über die Jahre auch gefüllt zu werden. Die Karten werden immer detailreicher – ob sie dadurch auch genauer werden, wage ich zu bezweifeln.
Wenn ich zwar zum Zeitungslesen eine Brille brauche, nicht aber am OL, frage ich mich etwas.
Eine gute Lesebrille, und/oder Lupe am Kompass, löst das Problem der kleinen Massstäbe auch (bei nicht überladenen Karten).
Der Mehraufwand für die Veranstalter: Was bei der Diskussion um grössere Massstäbe oft vergessen geht, ist der zusätzliche Aufwand, der bei den Veranstaltern anfällt:
- Bei zusammengelegten Kategorien müssen für dieselbe Bahn Karten in unterschiedlichen Massstäben gedruckt werden. Das bedeutet mehr Arbeit und zusätzliche Fehlerquellen.
- Je grösser der Massstab, desto weniger Karten passen auf ein A4-Blatt. Die Druckkosten steigen entsprechend und die Karten werden auch für die LäuferInnen unhandlich.
- Ein Nachdruck vor Ort ist damit oft gar nicht mehr möglich. Einen A4-Drucker haben die meisten Clubs ohnehin für die Trainings, und er lässt sich problemlos an den Wettkampf mitnehmen. Passen die vergrösserten Karten aber nicht mehr auf A4, nützt uns dieser Drucker nichts mehr. Aus diesem Grund gab es in letzter Zeit mehrere OLs, an denen nicht vor Ort nachgedruckt werden konnte. Unmengen von Karten im Voraus zu drucken, ist aber nicht sehr umweltfreundlich.
Die Mittel des Gönnerclubs könnten anderswo – zum Beispiel direkt bei den Veranstaltern oder in der Nachwuchsförderung – vermutlich mehr bewirken.
Liebe Grüsse
Meieli Sieber, OLG Wislig
Letzte Änderung: 1 Monat 3 Tage her von Meieli Sieber.
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