Mit dem Qualifikationsrennen wurde heute die OL-Europameisterschaft im litauischen Druskininkai
eröffnet. Alle Schweizer Athlet*innen schafften dabei den Einzug ins Finale über die morgige Langdistanz sowie die Mitteldistanz am Samstag.
In dem knapp 50-minütigen Rennen mussten die Läufer*innen einen Platz unter den besten 20 ihres Heats erreichen, um sich für das A-Finale zu qualifizieren. Ein solider Lauf war heute besonders wichtig, denn das Qualifikationsrennen entschied über einen Platz im A-Finale der Lang- und Mitteldistanz. Die Läuferinnen und Läufer erwartete eine sehr abwechslungsreiche und anspruchsvolle Bahn in typisch litauischem Gelände. Cheftrainer Remo Ruch betonte, wie wichtig es sei, sauber mit dem Kompass zu arbeiten und die Posten sicher anzulaufen, um die Qualifikation zu überstehen.
Bei den Frauen war es Teamleaderin Simona Aebersold, die mit Rang 2 in ihrem Heat das beste Resultat erzielte. Im Ziel berichtete sie von einer guten Qualifikation, obwohl ihr gegen Ende des Laufes noch einige Fehler unterlaufen sind. Davon lässt sie sich aber nicht verunsichern und meinte: «Das brauchte es, damit ich morgen voll fokussiert am Start der Langdistanz stehen kann.»
Auch Nathalia Gemperle vermochte zu überzeugen. Nachdem sie in den letzten Wochen zu alter Stärke zurückgefunden hat, lief sie in ihrem Heat auf Rang 5. Sie berichtete von einem sehr kontrollierten Lauf, ohne an ihre Grenzen gehen zu müssen, und konnte so den Fokus ganz auf das Technische halten, was ihr bis zum zweitletzten Posten sehr gut gelungen ist. «Beim zweitletzten Posten habe ich die Konzentration etwas verloren und mich durch eine andere Läuferin etwas verunsichern lassen.»
Das gesamte Frauen-Team qualifizierte sich für den Final, wodurch wir morgen mit 8 Starterinnen an der Langdistanz vertreten sein werden.
Ines Berger (12.), Alina Niggli (14.), Annick Meister (16.), Sanna Hotz (18.), Corina Hüni (19.), Sofie Bachmann (20.)
Auch die Männer konnten überzeugen. Allen voran war es der Jungstar Matthieu Bührer, welcher bei seinem ersten Einsatz an einer Elite-Meisterschaft sogleich alle düpieren konnte und seinen Heat gewann. Im Ziel berichtete er von einem sehr guten Lauf, ohne grössere Fehler. «Es war ein sehr cooles Gelände, ich konnte den Lauf sehr geniessen und hatte sogar Zeit, mich in dem schönen Wald umzuschauen», berichtet der sichtlich zufriedene Freiburger.
Auch Fabian Aebersold konnte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten steigern und einen guten Lauf zeigen. Mit Rang 2 in seinem Heat zeigte er sich sehr zufrieden und meinte: «Es hat sehr viel Spass gemacht, ich konnte auch noch etwas Energie sparen und freue mich nun sehr auf die Langdistanz von morgen!»
Wie schon bei den Frauen qualifizierten sich auch alle 8 gestarteten Männer für die A-Finals:
Reto Egger (5.), Daniel Hubmann (6.), Timo Tantanini (15.), Martin Hubmann (16.), Riccardo Rancan (16.), Tino Polsini (17.)
Morgen geht es somit mit 16 Schweizerinnen und Schweizern weiter mit der Langdistanz. Dabei wartet mit 14,1 km für die Damen respektive 16,3 km für die Herren ein anspruchsvoller Tag auf die Athlet*innen.
Das Rennen kann ab 08:35 Uhr Schweizer Zeit im
IOF-Livecenter mitverfolgt werden. Die Live-Übertragung startet um 11:20 Uhr.
(Text: Severin Müller; Foto: Simon Buser)


