Die Schweizer Delegation feiert einen erfolgreichen Start in die diesjährigen Junior*innen-Weltmeisterschaften: Matthieu Bührer gewinnt Gold, Leonie Mathis darf sich die Silbermedaille umhängen lassen. Mit Henriette Radzikowski auf dem siebten und Rachel Marxer auf dem zehnten Rang laufen zwei weitere Schweizerinnen in die Top Ten.
Zu Beginn der Junior*innen-WM im schwedischen Karlskrona massen sich die Athletinnen und Athleten in der Sprint-Distanz. Künstliche Absperrungen, gedeckte Durchgänge und komplizierte Innenhöfe verwandelten die typisch schwedische Hafenstadt in ein JWOC-würdiges Wettkampfgebiet und den Bahnlegern gelang es, eine gute Mischung zwischen kniffligen Passagen und läuferischen Routenwahlen zu finden.
Matthieu Bührer ist Sprint-Junioren-Weltmeister
Ungeschlagen blieb heute der 20-jährige Matthieu Bührer und krönt sich damit zum Junioren-Weltmeister im Sprint. Am Start sei er gestresst gewesen, nicht zuletzt, weil er sich selbst Druck auferlegte. Nachdem er letztes Jahr verletzungsbedingt auf die JWOC verzichten musste, wollte er seinen Titel von vor zwei Jahren verteidigen. Der Druck wich im Startaugenblick: «Als ich die Bahn gesehen habe, was der Stress sofort weg. Die ersten Posten lief ich kontrolliert an, damit ich in keine Sackgasse renne. So bin ich gut in den Lauf gekommen und konnte attackieren. Bei der Zuschauendenpassage war es dann wohl etwas zu viel, denn im Schlussteil habe ich kleine Fehlüberlegungen gemacht. Trotzdem wusste ich bereits während des Wettkampfs, dass es ein guter Lauf war. Und nun schlussendlich ist es unglaublich schön, diesen Wettkampf zu gewinnen!», freute sich Matthieu im Ziel. 17 Sekunden hinter Matthieu liefen die zwei Australier Elye Dent und Cooper Horley zeitgleich auf den zweiten Rang. Die Resultate der weiteren Schweizer: 37. Gratian Böhi, 40. Lukas Gasser, 57. Dario Dauwalder, 70. Jonas Vogel. Loïc Berger überlief den zweiten Posten, zeigte jedoch eine gute Form, die eine Revanche an der morgigen Sprintstaffel vermuten lässt.
Erste JWOC-Medaille für Leonie Mathis
Leonie Mathis gewann die Silbermedaille, vier Sekunden hinter der Schwedin Freja Hjerne. Die Motivation am Start sei riesig gewesen. «Das hat mir sehr geholfen. Gleichzeitig musste ich schauen, dass ich nicht übermotiviert in den Lauf starte und mein Fokus darunter leidet. Schlussendlich habe ich die richtige Balance gefunden», berichtete die Innerschweizerin im Ziel. Ihre Taktik sei gewesen, jede Route Stück für Stück zu planen. Sobald sie sicher war, dass sie überall hindurch kommt, hat sie die Route umgesetzt. So habe sie nicht viele verschiedene Routen gesehen, war jedoch immer sicher, dass sie nicht in eine Sackgasse läuft. Auf den dritten Rang lief die Kroatin Sara Delic, die damit für Kroatien die erste internationale Medaille überhaupt gewann. Zwei weitere Schweizerinnen dürfen sich über einen starken Top-Ten-Rang freuen: Henriette Radzikowski lief auf den siebten Rang, Rachel Marxer wurde Zehnte. Mit Rahel Good auf dem 14., Mira Werder auf dem 21. und Sarina Grimm auf dem 31. Rang zeigten die Juniorinnen eine tolle Teamleistung.
Wer das Rennen nachverfolgen möchte, kann dies anhand des GPS (Junioren, Juniorinnen) und den Resultaten (Junioren, Juniorinnen) tun.
Morgen um 10:10 geht es weiter mit der Sprintstaffel. In folgenden Teamaufstellungen werden die Schweizerinnen und Schweizer antreten:
- Schweiz 1: Henriette Radzikowski, Loïc Berger, Matthieu Bührer, Leonie Mathis
- Schweiz 2: Rahel Good, Lukas Gasser, Gratian Böhi, Mira Werder
- Schweiz 3: Rachel Marxer, Dario Dauwalder, Jonas Vogel, Sarina Grimm
Alle Links fürs Mitfiebern sind im IOF Live Center zu finden.
(Text: Sina Tommer, Fotos: Filip Andersson)


