Am auf der Karte Gelsberg bei Augwil (Kloten) ausgetragenen diesjährigen Fünferstaffel-OL war die Hitze zwar ein zentrales Thema, die Wettkampfbedingungen waren trotzdem für alle fair. Die von Bahnleger Lukas Meier raffiniert in diesen kleinen Wald gelegten Bahnen bewältigte der OLC Kapreolo mit dem Team 1 am schnellsten, vor der OL Regio Wil, mit Team A und dem Familienteam Müller für die OLG Galgenen.

5er Staffel 26 1
Start der Kinderstaffel


5er Staffel 26 2
Auf den letzten Metern

Der 68. Fünferstaffel-OL wurde nach dem «Corona-Format» im Jahr 2021 (Massenstart teamweise) zum 2. Mal in seiner Geschichte nicht in der klassischen Staffelform gelaufen. Die diesjährige Ausgabe musste der angesagten Hitze wegen vom veranstaltenden Verein OLC Kapreolo angepasst werden: Ab 10:20 Uhr starteten die einzelnen Strecken in Abständen von 7 bis 10 Minuten je als Massenstart. So konnte damit gerechnet werden, dass alle Teilnehmenden vor der zu erwartenden grossen Nachmittagshitze zurück sein würden. Das bedeutete auch: Volles Staffelerlebnis für alle der über 500 Angereisten!

So konnte sich niemand, der auf ein Topergebnis laufen wollte, verstecken. Jede Strecke erforderte volle Konzentration und sofort eine angriffige Strategie, denn man wusste schliesslich nicht, wie das Rennen auf den anderen Strecken laufen würde. Ob man sich eventuell einen «Sicherheitslauf» leisten konnte, um dann den nächsten Läufer in einer guten Ausgangslage in den Wald zu schicken, oder ob man einen Fehler eines anderen Teammitglied «ausbügeln» musste, wussten alle erst nach dem Zieleinlauf des letzten Läufers, der letzten Läuferin des Teams.

Auch die Zeitnehmer waren gefordert, genaue Zeiten nach Rang gab es zuerst nur für die einzelnen Strecken, erst mit dem Einlauf des Vorläufers oder der Vorläuferin wurde es möglich, eine Zeit für den zwischenzeitlichen Gesamtrang zu rechnen.

So ergab sich mit den verschobenen Zieleinläufen erstmals nach gut einer halben Stunde Wettkampf ein Bild über den Rennverlauf. Zu diesem Zeitpunkt lagen die späteren Sieger Kapreolo 1 bereits einmal in Führung, vor Rafzerfeld 1 und OLG Suhr 1. Danach wurde es komplizierter: Die Läuferinnen und Läufer der dritten Strecke, dieses Jahr die längste der fünf Strecken, kamen erst nach ihren Teammitgliedern der 4. und 5. Strecken ins Ziel. Es zeichnete sich anhand der Resultate der vier Strecken trotzdem ab, dass die Favoriten auf den Sieg auch noch ohne Resultat der dritten Strecke um die Podestplätze mitreden können.

Mit einer Zwischenbilanz nach drei Strecken lag dank Reto Egger mit Streckenbestzeit Rafzerfeld 1 vorne, weitere Favoriten lauerten aber nur wenig dahinter. Wir finden alle späteren Teams des Podests direkt hinter den Rafzerfeldern. Nach vier Strecken waren die Zürcher Unterländer weiterhin auf Podestkurs, aber schon arg bedrängt durch OLG Galgenen.

Nach gut 1 ½ Stunden war es dann soweit: Mit dem Eintreffen der auf der 3. Strecke Laufenden entstand zügig die spätere Gesamtrangierung, wenn auch für einzelne Plätze in den Top Ten in der Folge noch einzelne Verschiebungen erfolgten. So trafen sich zum Schluss die beiden letzten Sieger wieder auf dem Podest: Die Sieger von 2024, der OLC Kapreolo gewann mit 1.15 min. Vorsprung, vor den Siegern des letzten Jahres, der OL Regio Wil. Mit rund 6 Minuten Rückstand, aber mit 12 Minuten Vorsprung deutlich vor den weiteren Rängen, holte sich das reine Familienteam OLG Galgenen «Müller forever» den dritten Schlussrang.

Mit der wohl frühesten Rangverkündigung in der Geschichte der 5-er Staffel konnte bereits vor 13 Uhr entweder der Heimweg angetreten werden, oder noch eine Köstlichkeit aus der Festwirtschaft zu sich genommen werden. Sogar an Glacé hatten die Veranstaltenden gedacht! Damit wurde die Hitze bestimmt für alle erträglich.


Das Podest der 5er-Staffel 2026

(Text: Matthias Baur, Fotos: Manuel Baur)