Nur neun Sekunden machen bisweilen den Unterschied zwischen einem gelungenen und einem sehr gelungenen Rennen aus. Genau diese Sekunden fehlten Flurin Schnyder zum Auftakt der U23-WM in Ungarn zur Bronzemedaille im Sprint. Schlussendlich resultierte Rang fünf.
Zwar zeigte sich Schnyder mit seinem Lauf zufrieden, dennoch ärgerte ihn der knappe Rückstand ein wenig. Am Samstag (Mitteldistanz) und Sonntag (Langdistanz) bietet sich dem jungen Berner jedoch nochmals die Gelegenheit, seine Form unter Beweis zu stellen und im Kampf um die Medaillen an der U23-WM ein Wörtchen mitzureden.
Das Rennen war gleichzeitig auch der Weltcupauftakt der Elite. Dort belegte Schnyder Rang 18 und präsentierte sich als Teil eines in der Breite starken Schweizer Herrenteams: Noah Rieder (12.), Adrian Jäggi (15.) und Schnyder klassierten sich allesamt unter den besten 20. Rückkehrer Silas Hotz fuhr bei seinem Comeback auf Rang 26.
Bei den Damen konnte Céline Wellenreiter den Kontakt zur Weltspitze halten und klassierte sich mit rund 40 Sekunden Rückstand auf Rang 4. Ursina Jäggi blieb mit Platz 15 leicht unter ihren Erwartungen und auch Möglichkeiten. Jana Alemany Lüscher kämpfte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einem starken zweiten Rennteil noch auf Rang 30 vor. Gerade nach der starken letzten Saison darf man auf ihre Reaktion in den kommenden Rennen gespannt sein.
Nach diesem (ferientechnisch geschuldeten) Kurzbericht sollte die Berichterstattung, genau wie hoffentlich auch die Schweizer Fahrerinnen und Fahrer, am Samstag über die Mitteldistanz so richtig Fahrt aufnehmen.
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(Text: Thomas Bossi)
