Heute starteten die Jugend-Europameisterschaften (EYOC) mit dem Sprint im slowenischen Nova Gorica. Dabei gewannen gleich zwei Schweizerinnen in der Kategorie D18 eine Medaille: Lotta Lüthi wird Jugend-Europameisterin, Lenia Grimm gewinnt Bronze. Mit Lorenza Rossetti auf dem siebten Rang läuft eine weitere D18-Läuferin in die Top Ten.
Bei sehr heissen Temperaturen galt es für die EYOC-Läuferinnen und -Läufer heute das erste Mal ernst: Ein abwechslungsreicher Sprint forderte die Jugendlichen phasenweise physisch und phasenweise mit technisch anspruchsvollen Posten und Routenwahlen mit künstlichen Sperrgebieten und Hecken. Die Schweizer Delegation zeigte eine gute Teamleistung.
Lotta Lüthi und Lenia Grimm auf dem Podest
Klar das Rennen für dich entschied Lotta Lüthi. «Zu Beginn fiel es mir schwer, gute Routen zu sehen. Irgendwie habe ich es dann wohl doch gut gelöst», erzählte Lotta. Mit einem Vorsprung von 36 Sekunden auf die zweitplatzierte Schwedin Elsa Ehrenborg gewann Lotta deutlich. Lenia Grimm war mit ihrer Leistung sehr zufrieden, noch bevor sie wusste, welch gutes Resultat herausschaut: «Ich hatte einen guten Lauf. Es ist schön, zufrieden ins Ziel zu kommen. Das gibt einem ein gutes Gefühl», strahlte die Aargauerin. Mit Lorenza Rossetti auf dem 7. und Analia Reubi auf dem 13. Rang lieferten die D18-Läuferinnen eine herausragende Teamleistung.
Bei den 15- und 16-jährigen Läuferinnen gelang Svenja Feurer als 13. das beste Schweizer Resultat. Für sie war es wichtig, die Konzentration bis ins Ziel hochzuhalten und am Schluss noch einmal physisch alles herauszuholen. «Es lief mir generell gut, vielleicht machte ich den einen oder anderen kleinen Routenwahlfehler. Ich bin sehr zufrieden» erzählte Svenja von ihrem ersten Wettkampf an einer internationalen Meisterschaft. Anja Niggli, die nächste Schweizerin lief nur wenige Ränge hinter Svenja auf Platz 16. Mit den weiteren Schweizerinnen auf Rang 20 (Madlaina Reubi) und Rang 34 (Céline Aeschlimann) konnten auch die jüngeren Läuferinnen ein schönes Teamergebnis erzielen.
«Morgen schlagen wir zurück!»
In der Kategorie H18 war Janis Gwerder auf Rang 22 der beste Schweizer. «Ich hätte schon gehofft, dass noch ein anderer Schweizer etwas schneller ist. Ich machte ein paar kleinere Fehler und habe physisch etwas verloren. Es ist beeindruckend, wie schnell die anderen rennen können. Aber morgen schlagen wir zurück», zog Janis nach seiner ersten internationalen Fuss-OL-Meisterschaft Bilanz. 2025 hat er bereits an der Jugend-EM im Ski-OL teilgenommen. Taavi Caboussat lief in dem engen Feld mit 1:31 Rückstand auf den 39. Rang. Die anderen beiden H18-Läufer hatten etwas Pech: Andrin Meier quittierte anstatt den vierten den nahegelegenen 17. Posten. Als er diesen zum zweiten Mal anlief, bemerkte er seinen Fehler. Um alle Posten schlussendlich in der richtigen Reihenfolge zu haben, lief er zum vierten Posten und rannte die ganze Schlaufe noch ein zweites Mal. Bei Manuel Gasser hat es den letzten Posten nicht quittiert.
Ganz knapp wurde es bei den jüngeren Läufern. Linus Pusterla und Lars Niggli liefen mit lediglich einer Sekunde Unterschied auf die Ränge 16 und 17. Auf die Frage, wo Linus die eine Sekunde gutgemacht hat, lachte er: «Wohl eher am Anfang. Ich bin sehr schnell gestartet, was ich gegen den Schluss etwas bereute. Ich bin ziemlich eingegangen.» Mit seiner Leistung ist er sehr zufrieden: «Ich habe den Wettkampf nicht ganz so schwierig erwartet. Doch ich konnte gut darauf reagieren.» Nahe beieinander waren auch Kasimir Graber und Lino Meier: Mit 11 Sekunden Unterschied lief Kasimir auf den Rang 33 und Lino auf den Rang 39.
Zum Nachverfolgen: Resultate, Livelox
Morgen geht es weiter mit der Langdistanz. Ab 10 Uhr kann das Rennen live verfolgt werden: Startliste, Liveresultate, Livekamera von der Arena, GPS D18, GPS H18, Livelox
(Text: Sina Tommer, Fotos: David von Arx)
