An der Delegiertenversammlung im kommenden März tritt der amtierende Swiss Orienteering-Präsident Konrad Graber nicht zur Wiederwahl an. Mit dem aktuellen Vizepräsidenten Thomas Bührer stellt sich erfreulicherweise ein überzeugender Nachfolger zur Verfügung. Ausserdem schlägt der Zentralvorstand Doris Keller als neues ZV-Mitglied und als Vizepräsidentin zur Wahl vor.

OLTEN, 04.05.2023. Thomas Bührer (Zentralvorstand Vizepräsident). Portrait photo shooting Zentralvorstand Swiss Orienteering 2023.copyright by www.steineggerpix.com + swiss orienteering federation / photo by remy steinegger
Thomas Bührer


doris keller
Doris Keller

Konrad Graber bestreitet sein letztes Amtsjahr als Präsident von Swiss Orienteering. Nach dann zwei Amtszeiten beziehungsweise sechs Jahren tritt er nicht zur Wiederwahl an. In den vergangenen Monaten hat sich der Zentralvorstand intensiv mit seiner Nachfolge beschäftigt. Der ZV ist sehr erfreut, dass sich mit Vizepräsident Tom Bührer ein ausgewiesener OL-Kenner und erfahrener OL-Funktionär zur Kandidatur als Präsident entschieden hat. Der 57-Jährige war in seiner Aktivzeit vierfacher Weltmeister: in den 90er Jahren dreimal mit der Staffel, 2003 zudem über die Langdistanz. Seither hat er sich als Trainer (unter anderem als Kadertrainer von 2003 bis 2010), Vereinspräsident des CA Rosé und OL-Veranstalter stark für unsere Sportart engagiert und verdient gemacht. Längst ist er deshalb auch Ehrenmitglied von Swiss Orienteering. 

Damit fühlt sich Bührer bestens gerüstet für den Schritt zum Verbandspräsidenten und möchte diesen in rund einem halben Jahr vollziehen. «Auch nach 50 Jahren ist meine Liebe zum OL ungebrochen. Unsere Sportart hat viel zu bieten und trägt zurecht die Bezeichnung Lifetime-Sport. Ich hoffe, unsere Vereine schenken mir ihr Vertrauen und ich darf Swiss Orienteering auf der nächsten Staffelstrecke anführen».

Zusätzliche Stärkung der Verbandsspitze mit Doris Keller

Mit der Kandidatur von Thomas Bührer als Präsident wird das von ihm bis anhin geführte Vizepräsidenten-Amt frei. Dem ZV ist es ein grosses Anliegen, das Gremium möglichst mit breiten Kompetenzen zu versehen. Mit Erfolg: Doris Keller, Mitglied der OLG Bern, stellt sich als neue Vizepräsidentin zur Wahl. In den letzten Jahrzehnten zwar nur noch sporadisch an OL anzutreffen, so war die 53-Jährige als Nachwuchsathletin Teil des Juniorenkaders von Swiss Orienteering. Zuletzt hat sie in einer anderen Sportart Bekanntheit erlangt: Als Turnierdirektorin der Fussball-Europameisterschaft der Frauen 2025 zeichnete sie für die erfolgreichste je gesehene Durchführung dieses Anlasses verantwortlich.

Zu ihren Wurzeln möchte sie nun vermehrt zurückkehren, sowie bei Swiss Orienteering mit ihrem sportartenübergreifenden und sportpolitischen Netzwerk trumpfen. «Ich möchte meine langjährige Erfahrung und mein Wissen aus verschiedenen Bereichen des Sports gezielt in den OL-Verband einbringen. Es ist mir ein Anliegen, gemeinsam mit dem Team die Entwicklung des OL-Sports aktiv mitzugestalten.»

Wahl im März 2026

Swiss Orienteering ist sich bewusst, dass ehrenamtliche Arbeit, auch in einem Zentralvorstand, nicht selbstverständlich ist, und ist dankbar für die sich abzeichnende personelle Lösung. Mark Aegler, ZV-Mitglied und Vorsteher der Findungsgruppe, freut sich über das Engagement von Thomas Bührer und Doris Keller. «Wir sind ausserordentlich glücklich, dass wir mit Tom und Doris der Delegiertenversammlung 2026 zwei äusserst kompetente und hoch motivierte Persönlichkeiten zur Wahl vorschlagen können.»

Die Delegiertenversammlung von Swiss Orienteering mit der Wahl des (Vize-)Präsidiums findet am 7. März 2026 in Stans statt.

(Text: Christopher Gmür, Fotos: Hansjörg Schödler/zvg)