Im letzten individuellen Rennen der Junior*innen-WM 2026 lief Mira Werder als beste*r Schweizer*in auf den starken siebten Rang. Matthieu Bührer wurde nach einem grösseren Zeitverlust auf den ersten Posten Elfter und war damit der schnellste Schweizer.
Am zweitletzten Tag der Junior*innen-WM stand die Mitteldistanz auf dem Programm. Westlich von Karlskrona wurde den Athletinnen und Athleten ein anspruchsvoller und damit mitteldistanzwürdiger Wettkampf geboten. Die Bahnen starteten in schnell belaufbarem, halb offenem Küstengelände und führten weiter durch Gebiete mit tiefen Heidelbeersträuchern, die zu den technischen hohen Anforderungen auch physisch viel von den Läuferinnen und Läufern abverlangte.
«Sehr coole Mitteldistanz»
Als siebte und beste Schweizerin verpasste Mira Werder ein Diplom nur knapp: «Ich fand es eine sehr coole Mitteldistanz. Der Wald war allgemein sehr schön und zu Beginn konnte man im offenen Wald sehr weit sehen. Bei einer kurzen Postenverbindung konnte ich sogar bereits den nächsten Posten sehen. Es lohnte sich also, die Sicht zu nutzen. Leider war ich einmal nicht konsequent auf der Karte und habe einen kleinen Fehler gemacht. Plötzlich gab es eine Art Geländewechsel, und von dort aus ging es sehr gut, ich konnte jeweils einen guten Plan schmieden und diesen umsetzen. Am Schluss musste man dann noch einmal ganz genau auf den Kompass schauen und die Konzentration hoch halten, da die Posten etwas versteckt waren», erzählt die Zürcherin erfreut von ihrem Wettkampf. Das Rennen mit einer klaren Führung für sich entscheiden, konnte heute die Schwedin Felicia Persson. Knapp zwei Minuten hinter ihr lief die Ungarin Janka Mikes auf den zweiten Rang, Bronze ging durch Anni Jantunen an Finnland. Die weiteren Schweizerinnen hatten alle den einen oder anderen Fehler zu verbuchen. Nichtsdestotrotz lief Rachel Marxer auf den starken 14. Rang. Leonie Mathis wurde 25., Sarina Grimm 44., Henriette Radzikowski 59. und Rahel Good schloss das Rennen auf dem 96. Rang.
«Meine Beine fühlten sich sehr gut an»
Bei den Junioren ging die Goldmedaille nach Norwegen. Sondre Olaussen gewann vor den zwei Schweden Ludwig Rosen auf dem zweiten und Edvin Johansson Liljegren auf dem dritten Rang. Bester Schweizer wurde als Elfter Matthieu Bührer. Nach seinen drei Goldmedaillen in den letzten drei Wettkämpfen stand er heute als einer der Favoriten am Start. Einmal mehr zeigte sich, wie anspruchsvoll auch diese Rolle ist: «Der Start war nicht optimal. Ich hatte die Postenverbindung zwar mit genauen Kontrollpunkten gut geplant, verlor jedoch beim zweiten Kontrollpunkt die Richtung. Danach habe ich Parallelobjekte gesehen und erst bei einem Felsen gemerkt, dass ich in die falsche Richtung renne und etwas nicht stimmt. Es dauerte, um diesen Fehler zu korrigieren und daher habe ich auf den ersten Posten bereits rund zwei Minuten verloren», analysierte Matthieu seinen Fehler. Davon liess er sich jedoch nicht unterkriegen: «Meine Beine fühlten sich sehr gut an und ich bin sehr schnell gerannt. Auch wenn ich mich im Postenraum hin und wieder etwas retrospektiv orientierte, konnte ich mich zusammenreissen. Das Resultat ist nun einfach so und nicht wichtig, morgen geht es weiter!» Zufrieden mit seinem Lauf war Jonas Vogel. Im sehr engen Rennen wurde er mit einem Rückstand von knapp drei Minuten vierundzwanzigster. Die weiteren Schweizer: Lukas Gasser (36.), Gratian Böhi (81.), Dario Dauwalder (96.) und Loïc Berger (mp).
Die Resultate im Detail und das GPS können hier nachgeschaut werden.
Morgen gilt es ein letztes Mal ernst für die Juniorinnen und Junioren: Um 9 Uhr fällt der Startschuss der Juniorinnenstaffel, um 11:10 machen sich die Juniorinnen auf den Weg. Das Rennen kann wie immer auf der IOF-Webseite live mitverfolgt werden. Für Schweiz 1 werden Gratian Böhi, Loïc Berger und Matthieu Bührer sowie Henriette Radzikowski, Mira Werder und Rachel Marxer am Start stehen, für Schweiz 2 laufen Lukas Gasser, Dario Dauwalder und Jonas Vogel sowie Rahel Good, Leonie Mathis und Sarina Grimm.
(Text: Sina Tommer, Foto: Bengt Strindhagen)
